EASY GOING

Sicher zur Schule? Aber sicher!

Wie sicher ist der Schulweg unserer Kinder? 

Dieser Frage geht die 20. ACE-Clubinitiative ab dem 1. April 2025 auf den Grund. Unter dem Motto „Easy Going“ testen die 700 Ehrenamtlichen des ACE bundesweit Schulwege an mindestens 150 Grundschulen. Dabei wird nicht nur die Elterntaxi-Situation unter die Lupe genommen, auch die Infrastruktur wird untersucht.  

Die Checks finden rund um die Schulen statt, denn die größten Gefahren lauern im unmittelbaren Schulumfeld: gefährende Elterntaxis oder eine Infrastruktur, die der Sicherheit von Schulkindern nicht gerecht wird, sorgen täglich vielerorts für gefährliche Situationen. 

Grundschulkinder haben es schwerer 

Sie sind meist noch nicht in der Lage, komplexe Verkehrssituationen richtig einzuschätzen. Erst ab etwa dem 14. Lebensjahr verstehen Kinder komplexe Verkehrssituationen und können mit den einhergehenden Gefahren besser umgehen. Allein zum Schuljahr 2024/25 wurden über 827.000 Kinder eingeschult.

Jedes Unfallopfer ist eines zu viel 

Wenn man einen Blick auf die Statistiken zu Unfällen mit Kindern unter 15 Jahren im Straßenverkehr wirft, lässt sich schnell erkennen, dass hier hohe Unfallzahlen zu verzeichnen sind: 2023 gab es insgesamt 27.191 verletzte Kinder. Davon wurden 3.069 schwer verletzt und 44 sogar getötet. Dabei verunglücken die meisten Kinder morgens zwischen 7 und 8 Uhr. 

Unser Check:

Wir nehmen Grundschulen in den Fokus, da hier die Kinder besonders gefährdet sind.

  • Wie chaotisch ist der Bringverkehr?
  • Werden Verkehrsregeln eingehalten?
  • Gibt es Gefahren durch riskante Fahrmanöver?
  • Sind die Wege im nahen Schulumfeld sicher?
  • Gibt es klare Querungsmöglichkeiten?
  • Wie sieht es mit Gehwegen und Beleuchtung aus?

Schulwege müssen sicherer werden 

Wir wollen mit der ACE-Clubinitiative „Easy Going“ einerseits Eltern sensibilisieren „durch Kinderaugen zu sehen“, um Gefahrenpotenziale besser zu erkennen. Andererseits wollen wir dazu anregen, das Auto als Elterntaxi häufiger stehenzulassen. Stattdessen empfehlen wir das gemeinsame Einüben des Schulweges, um so die Kleinen fit für den Schulweg zu machen.   

Zusätzlich bieten wir Eltern und Lehrkräften Hilfe an, gemeinsam Lösungen für schwierige Situationen zu finden. Der konstruktive Dialog ist dabei unser Maß der Dinge, denn nur wenn alle an einem Strang ziehen, entschärfen wir die Gefahrenpotenziale vor Deutschlands Grundschulen ganz im Sinne der Sicherheit unserer Kinder


DVR und ACE zwei starke Partner für die Vision Zero


Mit dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) verbindet uns als ACE Auto Club Europa eine lange und traditionsreiche Geschichte. Als Gründungsmitglied des DVR im Jahr 1969 haben wir deshalb auch eine ganz besondere Verbindung zum Thema Verkehrssicherheit. Dabei eint uns besonders die Vision Zero, also das Ziel, dass im Straßenverkehr niemand mehr getötet oder schwerverletzt wird.

Dafür muss ein Verkehrssystem geschaffen werden, das für alle sicher ist. Vor allem aber für die Schwächsten in unserer Gesellschaft:  Kinder. Sie sind zu Fuß, auf dem Roller oder mit dem Fahrrad unterwegs und dabei leider noch immer vielen Gefahren ausgesetzt.

Wie auch der ACE, macht sich der DVR seit Jahrzehnten für die Verkehrssicherheit von Kindern stark. Mehr zum Thema beim DVR finden Sie unter anderem hier:


ACE-Clubinitiative: Eine lange Tradition


Mit der Aktion "Easy Going!" zum Thema Schulwegsicherheit widmen sich die Ehrenamtlichen des ACE Auto Club Europas 2025 bereits zum 20. Mal intensiv einem Kernthema des ACE.

Die mehrmonatige bundesweite Clubinitiative ist ein fester Bestandteil unseres Vereins. Im Vordergrund steht bei jeder Clubinitiative das Bestreben, sich für Verbesserungen im Sinne des Verbraucherschutzes und der Verkehrssicherheit starkzumachen und die Wahrnehmung von verschiedenen Gefahren und Problemen im Straßenverkehr zu schärfen.

Auf Grundlage unserer Ergebnisse werden sowohl die Regionalbeauftragten des Clubs als auch die Ehrenamtlichen des ACE auf die zuständigen Stellen zugehen, um Veränderungen anzuregen und einzufordern. Schließlich wollen wir mit unserer Clubinitiative nicht nur auf Missstände hinweisen, sondern echte Verbesserungen vor Ort schaffen.

Lag der Fokus der Clubinitiative 2023 auf der Überprüfung von 643 P+R Plätzen im Hinblick auf die Mobilität fürs Pendeln, wurde im vergangenen Jahr der Fokus auf die Schnell-Ladeinfrastruktur entlang wichtiger Autobahnen und Bundesstraßen gelegt.