Europas Mobilitätsbegleiter.
Weit mehr als nur Pannenhilfe!
Jeden Tag sitzen in Deutschland Millionen Menschen hinter dem Steuer. Sie pendeln zur Arbeit, fahren einkaufen oder holen ihre Kinder ab. Doch häufig wird dieser Weg durch eigene Unachtsamkeit riskanter, als vielen bewusst ist.
Zahlreiche Autofahrende lassen sich hinter dem Steuer von Smartphones ablenken: ein schneller Blick auf eine Nachricht, ein Musikwechsel, ein kurzer Check sozialer Medien. Der kleine Alltagshelfer ist stets griffbereit und das Gefahrenpotenzial enorm. Denn schon wenige Sekunden Ablenkung erhöhen das Unfallrisiko drastisch.
Unsere bundesweiten Kontrollen an innerörtlichen Kreuzungen belegen das Ausmaß der Ablenkung: Pro 30-minütiger Überprüfung resultieren im Durchschnitt neun Verstöße.
Bei den Überprüfungen wurden 83.383 Kraftfahrzeuge und 2.782 Smartphone-Verstöße verzeichnet. Jede dreißigste Person am Steuer hielt sich nicht an das Verbot, ein Smartphone während der Fahrt zu nutzen.
Erfreulich: Im niedersächsischen Braunschweig, im brandenburgischen Jüterbog, im sächsischen Oschatz und im bayerischen Trostberg verhielten sich die Kraftfahrenden vorbildlich: An den dort beobachteten Kreuzungen wurde kein einziger Verstoß aufgenommen.
Während sich die bundesweite Verstoßquote im Durchschnitt auf 3,3 Prozent beläuft, fallen das Saarland (6,8 Prozent), Hamburg (5,6 Prozent) und Hessen (5,2 Prozent) mit vergleichsweise hohen Raten besonders negativ auf.
Demgegenüber liegen Mecklenburg-Vorpommern (2,3 Prozent), Bayern (2,7 Prozent) und Sachsen (2,8 Prozent) am unteren Ende der Skala. Hier lassen sich im Schnitt weniger Kraftfahrende vom Smartphone ablenken.
Die Ergebnisse unser Erhebung zeigen die Dringlichkeit von wirksamen Maßnahmen gegen Ablenkung am Steuer auf. Diese umfassen Aufklärung und Prävention, wirksame Kontrollmechanismen und die Schaffung eines bundesweit einheitlichen Rechtsrahmens.
© ACE / Lukas Frontzek
© ACE / Lukas Frontzek
© ACE / Lukas Frontzek
© ACE / Lukas Frontzek
© ACE / Lukas Frontzek
© ACE / Lukas Frontzek
© ACE / Lukas Frontzek
© ACE / Lukas Frontzek
© ACE / Lukas Frontzek
© ACE
© ACE
Weitere Downloads
„Unsere Ergebnisse sind alarmierend: Bei jedem dreißigsten kontrollierten Fahrzeug haben wir einen Smartphone-Verstoß festgestellt. Dabei kann schon ein kurzer Blick aufs Display Menschenleben gefährden. Das zeigt, wie dringend wirksame Maßnahmen gegen Ablenkung am Steuer notwendig sind. Aufklärung allein reicht nicht aus. Es braucht ein stärkeres Bewusstsein für die Gefahr, die vom Smartphone am Steuer ausgeht, gezielte Verkehrskontrollen und den Einsatz moderner Technologien. Entscheidend ist, dass Prävention und konsequente Kontrollen Hand in Hand gehen. Dabei steht für uns nicht die Verhängung von Bußgeldern im Vordergrund, sondern das Ziel, gefährliches Verhalten zu verhindern, bevor Menschen zu Schaden kommen. Denn jeder vermiedene Unfall kann Leben retten.“
Sven-Peter Rudolph, Vorsitzender ACE Auto Club Europa
Mit der Verkehrssicherheitsaktion „Kopf hoch!" zum Thema Ablenkung am Steuer durch Handys widmen sich die Ehrenamtlichen des ACE Auto Club Europa 2026 bereits zum 21. Mal intensiv einem Kernthema des ACE.
Die mehrmonatige bundesweite Clubinitiative ist ein fester Bestandteil unseres Vereins. Im Vordergrund steht bei jeder Clubinitiative das Bestreben, sich für Verbesserungen im Sinne der Verkehrssicherheit und des Verbraucherschutzes starkzumachen und die Wahrnehmung von verschiedenen Gefahren und Problemen im Straßenverkehr zu schärfen.
Lag der Fokus der Clubinitiative 2024 auf der Schnell-Ladeinfrastruktur entlang wichtiger Autobahnen und Bundesstraßen, wurde im vergangenen Jahr der Schwerpunkt auf die Überprüfung der Schulwegsicherheit für Grundschülerinnen und Grundschüler gelegt.
2025
2024
2023