Smartphones können warten. Menschenleben nicht.

Logo der Clubinitiative 2026

Der Blick auf das Smartphone ist gefährlich

Jeden Tag sitzen in Deutschland Millionen Menschen hinter dem Steuer. Sie pendeln zur Arbeit, fahren einkaufen oder holen ihre Kinder ab. Doch häufig wird dieser Weg durch eigene Unachtsamkeit riskanter, als vielen bewusst ist.

 

Zahlreiche Autofahrende lassen sich hinter dem Steuer von Smartphones ablenken: ein schneller Blick auf eine Nachricht, ein Musikwechsel, ein kurzer Check sozialer Medien. Der kleine Alltagshelfer ist stets griffbereit und das Gefahrenpotenzial enorm. Denn schon wenige Sekunden Ablenkung erhöhen das Unfallrisiko drastisch.

Gefahr im Minutentakt: Alle 10 Minuten drei Smartphone-Verstöße

Unsere bundesweiten Kontrollen an innerörtlichen Kreuzungen belegen das Ausmaß der Ablenkung: Pro 30-minütiger Überprüfung resultieren im Durchschnitt neun Verstöße.

 

Bei den Überprüfungen wurden 83.383 Kraftfahrzeuge und 2.782 Smartphone-Verstöße verzeichnet. Jede dreißigste Person am Steuer hielt sich nicht an das Verbot, ein Smartphone während der Fahrt zu nutzen.

 

Erfreulich: Im niedersächsischen Braunschweig, im brandenburgischen Jüterbog, im sächsischen Oschatz und im bayerischen Trostberg verhielten sich die Kraftfahrenden vorbildlich: An den dort beobachteten Kreuzungen wurde kein einziger Verstoß aufgenommen.

Ergebnisse der Erhebung

Saarland, Hamburg und Hessen mit der höchsten Ablenkungsgefahr

Während sich die bundesweite Verstoßquote im Durchschnitt auf 3,3 Prozent beläuft, fallen das Saarland (6,8 Prozent), Hamburg (5,6 Prozent) und Hessen (5,2 Prozent) mit vergleichsweise hohen Raten besonders negativ auf.

 

Demgegenüber liegen Mecklenburg-Vorpommern (2,3 Prozent), Bayern (2,7 Prozent) und Sachsen (2,8 Prozent) am unteren Ende der Skala. Hier lassen sich im Schnitt weniger Kraftfahrende vom Smartphone ablenken.

Durchschnitt der Bundesländer

Unsere Forderungen

Die Ergebnisse unser Erhebung zeigen die Dringlichkeit von wirksamen Maßnahmen gegen Ablenkung am Steuer auf. Diese umfassen Aufklärung und Prävention, wirksame Kontrollmechanismen und die Schaffung eines bundesweit einheitlichen Rechtsrahmens. 

Forderungen der Initiative

Pressebereich

© ACE / Lukas Frontzek

© ACE / Lukas Frontzek

© ACE / Lukas Frontzek

© ACE / Lukas Frontzek

© ACE / Lukas Frontzek

© ACE / Lukas Frontzek

© ACE / Lukas Frontzek

© ACE / Lukas Frontzek

© ACE / Lukas Frontzek

© ACE / Lukas Frontzek

© ACE / Lukas Frontzek

© ACE / Lukas Frontzek

© ACE / Lukas Frontzek

© ACE / Lukas Frontzek

© ACE / Lukas Frontzek

© ACE / Lukas Frontzek

© ACE / Lukas Frontzek

© ACE / Lukas Frontzek

© ACE

© ACE

© ACE

© ACE

Download Icon

Pressebilder

Die oben gezeigten Bilder können unter Angabe des Copyrights redaktionell frei verwendet werden.
Bitte downloaden

Fazit zur Aktion

Sven-Peter Rudolph - Vorstand des ACE

Sven-Peter Rudolph

„Unsere Ergebnisse sind alarmierend: Bei jedem dreißigsten kontrollierten Fahrzeug haben wir einen Smartphone-Verstoß festgestellt. Dabei kann schon ein kurzer Blick aufs Display Menschenleben gefährden. Das zeigt, wie dringend wirksame Maßnahmen gegen Ablenkung am Steuer notwendig sind. Aufklärung allein reicht nicht aus. Es braucht ein stärkeres Bewusstsein für die Gefahr, die vom Smartphone am Steuer ausgeht, gezielte Verkehrskontrollen und den Einsatz moderner Technologien. Entscheidend ist, dass Prävention und konsequente Kontrollen Hand in Hand gehen. Dabei steht für uns nicht die Verhängung von Bußgeldern im Vordergrund, sondern das Ziel, gefährliches Verhalten zu verhindern, bevor Menschen zu Schaden kommen. Denn jeder vermiedene Unfall kann Leben retten.“

 

Sven-Peter Rudolph, Vorsitzender ACE Auto Club Europa

ACE-Clubinitiative: Eine lange Tradition

Mit der Verkehrssicherheitsaktion „Kopf hoch!" zum Thema Ablenkung am Steuer durch Handys widmen sich die Ehrenamtlichen des ACE Auto Club Europa 2026 bereits zum 21. Mal intensiv einem Kernthema des ACE.

 

Die mehrmonatige bundesweite Clubinitiative ist ein fester Bestandteil unseres Vereins. Im Vordergrund steht bei jeder Clubinitiative das Bestreben, sich für Verbesserungen im Sinne der Verkehrssicherheit und des Verbraucherschutzes starkzumachen und die Wahrnehmung von verschiedenen Gefahren und Problemen im Straßenverkehr zu schärfen.

 

Lag der Fokus der Clubinitiative 2024 auf der Schnell-Ladeinfrastruktur entlang wichtiger Autobahnen und Bundesstraßen, wurde im vergangenen Jahr der Schwerpunkt auf die Überprüfung der Schulwegsicherheit für Grundschülerinnen und Grundschüler gelegt.

2025

Easy Going

Mit der 20. ACE-Clubinitiative richtete der ACE sein Augenmerk auf die Schulwege. Untersucht wurden zwei Aspekte: Die Elterntaxi-Situation und die Schulweg-Infrastruktur.
Unsere Ergebnisse

2023

Kann Deutschland P+R?

Mit der ACE-Clubinitiative 2023 haben wir auf die besonderen Mobilitätsanforderungen von Pendelnden aufmerksam gemacht, indem wir P+R Plätze mit Blick auf Angebot & Ausstattung, Sicherheit und Barrierefreiheit und zusätzlichen Mobilitätsangeboten untersuchten.
Unsere Ergebnisse